Vielen lieben Dank an alle, die in den letzten Tagen für mich da waren und mir halfen. Beim Auszug und den Aufbaumaßnahmen (psychisch). Danke für die vielen Abschiedsmails. Es hat länger gedauert, viele blieben liegen, aber jetzt sind sie alle beantwortet.
Bei mir macht sich langsam Aufbruchstimmung breit und so langsam zerfällt das sicherheitspendende Alltagsgefüge. Es wird abmontiert, ein Stück nach dem anderen und sauber in Kisten verpackt für vielleicht später. Fühlt sich dennoch gut an. Ein Aufbruch heißt zwar, Dinge aufzugeben und hinter sich zu lassen; heißt aber auch Neujustierung. Zeit, den Kompass abzustauben, Landkarten ohne Namen rauszukramen und die Positionssatelliten neu auszurichten.
Liebe Grüße an alle von einem Aufbruchbereiten.
PS: Kann losgehen.
Valentin: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.
Karlstadt: Das ist nicht unrichtig. – Und warum fühlt sich ein Fremder nur in der Fremde fremd?
Valentin: Weil jeder Fremde, der sich fremd fühlt, ein Fremder ist und zwar so lange, bis er sich nicht mehr fremd fühlt, dann ist er kein Fremder mehr.
Karlstadt: Sehr richtig! – Wenn aber ein Fremder schon lange in der Fremde ist, bleibt er dann immer ein Fremder?
Valentin: Nein. Das ist nur so lange ein Fremder, bis er alles kennt und gesehen hat, denn dann ist ihm nichts mehr fremd.
Es ist manchmal eigenartig, wie eindringlich Informationen, die einem scheinbar ungewollt zufließen mit aller Macht auf einen gravierenden Missstand aufmerksam machen können. Zunächst ganz dezent, sublim und nur tröpfchenweise; in ihrer Gesamtheit sind sie dann allerdings so erdrückend, dass ein Rückfall in den Scheuklappenmodus unmöglich ist. Und man fragt sich, wie konnte man nur so lange taub gewesen sein auf dem Ohr? Etwas ist in mir in Bewegung geraten und ich bin von seiner Richtigkeit so überzeugt, dass ich es weitergeben muss. Darum ein kleiner Post, ein Weckruf.
Spaziergeher, Besucher und Eichhörnchen des Münchner Waldfriedhofes sehen in letzter Zeit häufig einen Schatten vorbeihuschen. Lautlos, schnell: das bin bloß ich. Weiterlesen →
Dreissig Speichen umgeben eine Nabe:
In ihrem Nichts besteht des Wagens Werk.
Man höhlet Ton und bildet ihn zu Töpfen:
In ihrem Nichts besteht der Töpfe Werk.
Man gräbt Türen und Fenster, damit die Kammer werde:
In ihrem Nichts besteht der Kammer Werk.
Darum: Was ist, dient zum Besitz.
Was nicht ist, dient zum Werk.
John Cleese in einem wunderbaren Vortrag über Kreativität, Autorität und der Frage, woher eigentlich unsere Ideen kommen. Ansehen.
Ein paar Zitate aus dem Video habe ich herausgenommen und direkt mit der entsprechenden Stelle verlinkt.
The point is: We don’t know where we get our ideas from. What we do now is we do not get them from our laptops.
(Link )
To know how good you are in something requires the same skills as it does to be good at this thing.
(Link)
Most people who have absolutely no idea what they are doing, have absolutely no idea that they have no idea of what they are doing. It explains a great deal of life. It explains particularly Hollywood. But it also explains why so many people in charge and so many organizations have no idea what they are doing. They have a terrible blindspot.
(Link)
10 AM automatic. Vorwärts und vorwärts und rückwärts in meinem Kopf.
Endlosschleife, guten Morgen Welt.
Komm Leben, denn ich habs nicht eilig
nach Hause zu kommen.
Eigentlich hab ich es nicht eilig
überhaupt irgendwo anzukommen.
Rauszukommen, aber wer
will ewig sein?
Wer will ewig unterwegs sein?
Immer irgendwo im Zwischendrin
das ist doch alles nichts.
Jetzt rühr’ ich mich nicht mehr.
Schon mal daran gedacht?
Schon mal heute gelacht?
Komm Leben, denn von uns Zweien
bin ich der, der nachgibt;
der, der sich nicht mehr regt.
Und der dann plötzlich doch losläuft,
weil er sonst bloß absäuft,
der dann doch nachkommt,
weil etwas in ihm hochkommt;
Weil es ihn nicht kalt lässt.
Und weil er nicht nichts mehr fühlt.
Und du ihn nicht mehr brauchst?
Sagt wer?
Euch anderen dort und dir, nur dies:
Bleib übrig, es lohnt sich,
trotz allem.